Workshop
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Internationaler Didaktik-Workshop für deutsche, polnische und ukrainische Lehrkräfte: »Wie kann ukrainische Geschichte in Deutschland, Polen und anderen Ländern der Europäischen Union unterrichtet werden? Neue transnationale Perspektiven für den Geschichtsunterricht in der Schule«

bis 18. November, 0:00h

Europäische Impulse rund um das gemeinsame deutsch-polnische Schulbuch »Europa – Unsere Geschichte«

Die Veranstaltung wird von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit unterstützt.

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat die Massenauswanderung ukrainischer Schüler u. a. nach Polen und Deutschland erzwungen, was auch für den Geschichtsunterricht in den Schulen dieser Länder eine Herausforderung darstellt. Es stellt sich die Frage, wie die ukrainische Geschichte in den Ländern der Europäischen Union unterrichtet werden kann. Im Jahr 2022 hat das Zentrum für Historische Forschung Berlin gemeinsam mit einer Gruppe ukrainischer und deutscher Historiker, Politikwissenschaftler und Germanisten, die mit der NGO »Freundschaft kennt keine Grenzen« verbunden sind, unter anderem auf die Erfahrungen aus der Arbeit an der polnisch-deutschen Schulbuchreihe „Europa. Unsere Geschichte“. Vorrangiges Ziel des internationalen Workshops »How to teach Ukrainian history in Germany, Poland and other European Union countries? New transnational perspectives on history teaching at school«, der vom 17.-18.11.2023 an der Ukrainischen Freien Universität München stattfindet, ist es, die von uns vorbereiteten Ergänzungsmaterialien für den ukrainischen Geschichtsunterricht im breiteren Kontext der deutschen, polnischen und europäischen Geschichte zu diskutieren.

Die in der Folge des Kriegs intensivierten Verhandlungen über die Mitgliedschaft der Ukraine in der EU veranlassen uns auch, über die Chancen eines Projekts nachzudenken, das auf die Entwicklung umfangreicherer Materialien für den ukrainischen Geschichtsunterricht und deren Einsatz in der Schulpraxis sowohl in der Ukraine als auch in den EU-Ländern abzielt. Zu dem zweitägigen Workshop sind Geschichtslehrer*innen aus der Ukraine, Deutschland und Polen, ältere Studierende der Pädagogik, Geschichtslehrer*innen sowie Wissenschaftler*innen eingeladen, die an verschiedenen transnationalen Geschichtslehrmittelprojekten beteiligt sind.

Die Veranstaltung findet in ukrainischer, polnischer und deutscher Sprache statt und wird simultan übersetzt. Präsentationsteil und Podiumsdiskussion werden auch online über ZOOM verfügbar sein. Die Arbeit in Gruppen zum Thema »Wie kann man in Deutschland und Polen über den Holodomor unterrichten?« wird vor Ort stattfinden, nur die Ergebnisse werden online über ZOOM präsentiert.

Dr. Marcin Wiatr, Sekretär auf der deutschen Seite der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission, hält im Rahmen des Workshops einen Vortrag zum Thema „Regions that unite and divide: a multi-perspective approach to teaching on the Upper Silesia and Galicia”. Ebenfalls moderiert er das Panel zu „Why and how should we teach Ukrainian history? Challenges in teaching Ukrainian history in school in the Ukrainian diaspora in Germany and impulses from the German-Polish textbook Europe – Our History“.