„Europa – Unsere Geschichte“ ist eine auf vier Bände ausgelegte Lehrwerkreihe für den regulären Einsatz im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I. Die Reihe bietet zeitgemäße und innovative Zugänge zur Geschichte.

Motivierend aufbereitete, auf den Erfahrungshorizont der Schülerinnen und Schüler bezogene Texte, Materialien und Aufgabenstellungen behandeln den in den Lehrplänen vorgesehenen Stoff und erlauben den Erwerb der für das historische Denken zentralen Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenz. Leitende didaktische Prinzipien sind das offene Geschichtsbild (Geschichte wird als Prozess mit sich wandelnden Fragen, Interessenlagen und Informationsständen begriffen), die Multiperspektivität (Quellen spiegeln das historische Geschehen auf der Vergangenheitsebene aus verschiedenen Blickwinkeln), Kontroversität (Autorentexte und Interpretationen von Historikern regen zur Reflexion an und ermöglichen alternative Interpretationen) sowie das Überwältigungsverbot (Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit zur eigenen Urteilsbildung). Besonders ist die Fülle von Rekonstruktionen, die Schülerinnen und Schülern Vergangenes auf anschauliche Weise vergegenwärtigt.

„Ich erwarte mir von dem Buch, dass die Schüler eine eigene Wertung vornehmen, aus einer multiperspektivischen Sicht. Und dass sie etwas Distanz zu ihrer eigenen Geschichte einnehmen“ K. Moskiewicz, Lehrerin

Kennzeichnend sind die in der Struktur des Lehrwerks verankerten Angebote zum Perspektivwechsel, der nationalstaatliche Sichtweisen aufbricht, nach der Rolle von Geschichte bei Identitätsbildungen fragt und die Pluralität europäischer Erinnerungskulturen sichtbar macht. Die Schülerinnen und Schüler werden angeregt, Empathie für differierende Perspektiven zu entwickeln, sich begründete eigene Urteile zu bilden und konstruktiv mit Diversität umzugehen. Auf diese Weise möchte „Europa – Unsere Geschichte“ zum Dialog befähigen und einen Beitrag zur europäischen Verständigung leisten.

Höchste Maßstäbe hinsichtlich Inhalt und fachdidaktischem Zugriff sichert dabei nicht zuletzt die mehrschrittige Entwicklung durch ein deutsch-polnisches Team, an dem die beiden Verlage, Bildungspraktikerinnen und -praktiker sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Polen beteiligt sind.

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AUFBAU

  • Einstiegs-Doppelseiten führen anschaulich in die inhaltlichen Schwerpunkte eines Kapitels ein und formulieren Leitfragen.
  • Haupt- und Unterkapitel enthalten
    • Aufmachertexte, die zur Hypothesenbildung anregen,
    • Autorentexte, die das Thema in schülerverständlicher Sprache altersgerecht darstellen,
    • vielfältige Arbeitsmaterialien wie Text- und Bildquellen, Karten oder Rekonstruktionen für einen abwechslungsreichen und anregenden Unterricht sowie
    • operationalisierte Aufgaben auf unterschiedlichen Anforderungsniveaus, die das selbständige Arbeiten und entdeckendes Lernen fördern.
  • Methodenseiten ermöglichen den Erwerb historischer Fachmethoden und Arbeitstechniken anhand verschiedener Quellentypen und regen zur kritischen Bewusstseinsbildung an.
  • Kompetenztests am Ende jedes Kapitels dienen der Ergebnissicherung und stärken, indem sie neu erworbene Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenzen trainieren, den Kompetenzerwerb.

Hinzu kommen besondere Rubriken:

  • Blickwinkel stellen unterschiedliche Meinungen von Historikern gegenüber und regen zur Auseinandersetzung mit kontroversen Geschichtsdeutungen an.
  • Vergangenheit in der Gegenwart thematisiert Erinnerungsorte und Elemente der Erinnerungskulturen in Deutschland und Polen.
  • Zur gleichen Zeit in Europa dient der Einbettung des jeweiligen Themas in die Geschichte Europas und verweist auf im Buch behandelte parallel verlaufende historische Ereignisse.

„Vor vierzig Jahren, als ich zur Schule ging, konnte ich von einem solchen Buch nur träumen.“ Witold Waszczykowski, Minister für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Polen