{"id":535,"date":"2016-06-22T19:00:38","date_gmt":"2016-06-22T17:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/dps-dev-de.herrschuessler.de\/?p=535\/"},"modified":"2017-01-06T10:01:28","modified_gmt":"2017-01-06T09:01:28","slug":"gemeinsam-geschichte-schreiben-ein-schulbuch-fuer-deutschland-und-polen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europa-unsere-geschichte.org\/?p=535","title":{"rendered":"Gemeinsam Geschichte schreiben: Ein Schulbuch f\u00fcr Deutschland und Polen"},"content":{"rendered":"<h3>PRESSEMITTEILUNG DES <a href=\"http:\/\/www.gei.de\/presse\/pressemitteilungen\/pressemitteilung-details\/news\/detail\/News\/gemeinsam-geschichte-schreiben-ein-schulbuch-fuer-deutschland-und-polen.html\" target=\"_blank\">GEORG-ECKERT-INSTITUTS<\/a> ANL\u00c4SSLICH DER PR\u00c4SENTATION VON BAND I<\/h3>\n<p>Am 22. Juni hat sich Bundesau\u00dfenminister Frank-Walter Steinmeier und Polens Au\u00dfenminister Witold Waszczykowski in Berlin getroffen, um den ersten Band eines gemeinsamen Geschichtsbuchs unter dem Titel \u201eEuropa \u2013 Unsere Geschichte\u201c vorzustellen. Die wissenschaftliche Koordination des Projektes hat das Georg-Eckert-Institut \u2013 Leibniz-Institut f\u00fcr internationale Schulbuchforschung (GEI) in Braunschweig und das Zentrum f\u00fcr Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften inne. \u201eDie Auseinandersetzung um nationale Erinnerung war und ist ein nie endender Prozess, der in vielen Teilen dieser Welt zu Konflikten gef\u00fchrt hat und noch immer f\u00fchrt. Aber das gemeinsame Gespr\u00e4ch \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg, und dieser Band setzt daf\u00fcr ein Zeichen weit \u00fcber Polen und Deutschland hinaus, kann zur Auss\u00f6hnung, zur \u00dcberwindung von Differenzen innerhalb und zwischen Gesellschaften beitragen. Vor diesem Hintergrund werden dieser Band und der erfolgreiche Abschluss der gesamten Schulbuchreihe eine gro\u00dfe internationale Wirkung haben\u201c, betont Eckhardt Fuchs, Direktor des Georg-Eckert-Instituts.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDaher freut es mich besonders, dass ein wichtiges gemeinsames Projekt gerade sein erstes Etappenziel erreicht hat!\u201c<cite>Frank-Walter Steinmeier, Bundesau\u00dfenminister<br \/>\n<\/cite><\/p><\/blockquote>\n<p>Die von den Verlagen Eduversum und WSiP verlegte Schulbuchreihe soll ab dem Schuljahr 2016\/17 im deutschen und polnischen Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I in identischer Form, lediglich in unterschiedlichen Sprachfassungen, eingesetzt werden. Bedeutsam ist, dass es sich nicht um ein Zusatzmaterial, sondern um ein Schulbuch zur Geschichte Europas handelt, das den Lehrpl\u00e4nen entspricht. Bereits bei der Anbahnung des Projektes hatte Au\u00dfenminister Steinmeier gesagt, dass die Deutschen mit diesem Projekt deutlich machen k\u00f6nnten, dass sie offen seien f\u00fcr polnische Sichtweisen auf die Geschichte. Im April kn\u00fcpfte er in Warschau daran an: \u201eDaher freut es mich besonders, dass ein wichtiges gemeinsames Projekt gerade sein erstes Etappenziel erreicht hat: Band 1 des deutsch-polnischen Geschichtsbuches ist fertig gestellt!\u201c<\/p>\n<p>2008 hatten sich die Regierungen beider L\u00e4nder \u00fcber die Schaffung entsprechender organisatorischer Grundlagen geeinigt. F\u00fcr die politische Koordination und F\u00f6rderung des Projekts wurden auf deutscher Seite das Ausw\u00e4rtige Amt sowie die Kultusministerien der deutschen Bundesl\u00e4nder, unter Federf\u00fchrung des Ministeriums f\u00fcr Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, verantwortlich. Auf polnischer Seite waren dies das Ministerium f\u00fcr Nationale Bildung, das Ministerium f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten und das Ministerium f\u00fcr Kultur und Nationales Erbe. Eine substantielle F\u00f6rderung erfuhr das Projekt auch durch die Stiftung f\u00fcr deutsch-polnische Zusammenarbeit. Mit der Sicherung der wissenschaftlichen Expertise an dem Projekt wurden die beiden Vorsitzenden der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission betraut. Den institutionellen Rahmen der Projektgruppe bilden zwei Gremien: ein \u201eSteuerungsrat\u201c und ein \u201eExpertenrat\u201c. Letzterer war es, der 2010 mit seinen Empfehlungen die konzeptionellen Grundlagen f\u00fcr die deutsch-polnische Schulbuchreihe gelegt hatte.<\/p>\n<p>Der vorliegende Band 1, der nach vier Jahren intensiver Arbeit nunmehr vorgelegt werden kann ist Auftakt einer vierb\u00e4ndigen Schulbuchreihe. Er entstand in enger Zusammenarbeit zwischen den Verlagen, Autoren, wissenschaftlichen Koordinatoren und Experten f\u00fcr bestimmte Epochen aus beiden L\u00e4ndern. Die Kapitel des Buches spiegeln das Ergebnis eines langen Prozesses der Diskussion dar\u00fcber wider, wie eine Perspektive in einem Schulbuch zur Geltung gebracht werden kann, die f\u00fcr unterschiedliche Sichtweisen, Interpretationen und geschichtsdidaktische Zugriffe bei der Darstellung der Vergangenheit sensibilisiert. Unterst\u00fctzt durch eine Vielzahl von Ma\u00dfnahmen wie Lehrerfortbildungen soll das Buch nunmehr breit in die Schulpraxis beider L\u00e4nder implementiert werden.<\/p>\n<p>Das Projekt eines gemeinsamen Geschichtsbuchs profitiert in hohem Ma\u00dfe von der Erfahrung der seit 1972 arbeitenden Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission, die vom GEI koordiniert wird. Die Kommission gab bereits 1976 mit ihren \u201eEmpfehlungen\u201c einen wichtigen Impuls f\u00fcr den Geschichtsunterricht und die Schulb\u00fccher beider L\u00e4nder. Von einem gemeinsamen Geschichtsbuch war man damals allerdings noch weit entfernt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PRESSEMITTEILUNG DES GEORG-ECKERT-INSTITUTS ANL\u00c4SSLICH DER PR\u00c4SENTATION VON BAND I Am 22. Juni hat sich Bundesau\u00dfenminister Frank-Walter Steinmeier und Polens Au\u00dfenminister Witold Waszczykowski in Berlin getroffen, um den ersten Band eines gemeinsamen Geschichtsbuchs unter dem Titel \u201eEuropa \u2013 Unsere Geschichte\u201c vorzustellen. 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