{"id":1134,"date":"2017-11-20T14:31:07","date_gmt":"2017-11-20T13:31:07","guid":{"rendered":"https:\/\/dps-dev-de.herrschuessler.de\/?p=1134"},"modified":"2018-12-10T15:28:03","modified_gmt":"2018-12-10T14:28:03","slug":"europa-im-fokus-ein-geschichtsbuch-fuer-deutschland-und-polen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europa-unsere-geschichte.org\/?p=1134","title":{"rendered":"Europa im Fokus: Ein Geschichtsbuch f\u00fcr Deutschland und Polen"},"content":{"rendered":"<h3>PRESSEMITTEILUNG DES <a href=\"http:\/\/www.gei.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GEORG-ECKERT-INSTITUTS<\/a> ANL\u00c4SSLICH DER PR\u00c4SENTATION VON BAND II<\/h3>\n<div class=\"news-text-wrap\">\n<p>Am 20. November stellten die Ministerin f\u00fcr Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg Britta Ernst und die polnische Ministerin f\u00fcr Nationale Bildung Anna Zalewska am Sitz der Stiftung Kreisau f\u00fcr Europ\u00e4ische Verst\u00e4ndigung den zweiten Band des gemeinsamen Geschichtsbuchs \u201eEuropa \u2013 Unsere Geschichte\u201c vor. Koordiniert wird das Projekt vom Georg-Eckert-Institut \u2013 Leibniz-Institut f\u00fcr internationale Schulbuchforschung (GEI) in Braunschweig und dem Zentrum f\u00fcr Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Die gesamte, auf vier B\u00e4nde ausgelegte Reihe erscheint bis 2020, ihr erster Band wurde im Juni 2016 in Berlin durch den damaligen Au\u00dfenminister Steinmeier sowie den polnischen Au\u00dfenminister Waszczykowski pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>\u201eUnterschiedliche Sichten auf die Geschichte und mangelndes historisches Wissen f\u00fchren bis heute zu gesellschaftlichen Auseinandersetzungen, die zuweilen bis in die Politik reichen, ganz sicher aber f\u00fcr Irritationen zwischen unseren Gesellschaften sorgen. \u201aEuropa \u2013 Unsere Geschichte\u2018 setzt genau hier an: Die Reihe erweitert gewohnte historische Horizonte, vertieft das Wissen \u00fcber den Nachbarn und ermuntert dazu, die Rolle von Geschichte bei Identit\u00e4tsbildungen zu reflektieren und dar\u00fcber in Dialog zu treten. So vermittelt die Lehwerkreihe F\u00e4higkeiten, die unverzichtbar sind, wenn wir uns heute in Europa \u00fcber die Vergangenheit, aber auch \u00fcber die gemeinsame Zukunft verst\u00e4ndigen.\u201c f\u00fchrte Prof. Dr. Eckhardt Fuchs, Direktor des Georg-Eckert-Instituts, aus.<\/p>\n<p>Die von den Verlagen Eduversum und WSiP verlegte Schulbuchreihe kann im deutschen und polnischen Geschichtsunterricht in identischer Form, lediglich in unterschiedlichen Sprachfassungen, eingesetzt werden. Bedeutsam ist, dass es sich nicht um ein erg\u00e4nzendes Unterrichtsmaterial, sondern um ein den Lehrpl\u00e4nen entsprechendes Schulbuch f\u00fcr das Fach Geschichte handelt. Zielgruppe in Deutschland ist die Sekundarstufe I. Band 2 nimmt Zusammenh\u00e4nge und Gegens\u00e4tze geschichtlicher Entwicklungen in Europa und der Welt von der Neuzeit bis 1815 in den Blick und zeigt schlaglichtartig, wie historische Ereignisse in unseren Gesellschaften erinnert werden.<\/p>\n<p>Bereits 2008 hatten sich die Regierungen beider L\u00e4nder \u00fcber die Schaffung organisatorischer Grundlagen f\u00fcr das gemeinsame Schulbuchprojekt geeinigt. F\u00fcr die politische Koordination und F\u00f6rderung des Projekts sind auf deutscher Seite das Ausw\u00e4rtige Amt sowie die Kultusministerien der deutschen Bundesl\u00e4nder, unter Federf\u00fchrung des Ministeriums f\u00fcr Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, verantwortlich. Auf polnischer Seite waren sind dies das Ministerium f\u00fcr Nationale Bildung, das Ministerium f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten und das Ministerium f\u00fcr Kultur und Nationales Erbe. Eine substantielle F\u00f6rderung erfuhr das Projekt auch durch die Stiftung f\u00fcr deutsch-polnische Zusammenarbeit. Mit der Sicherung der wissenschaftlichen Expertise an dem Projekt wurden die beiden Vorsitzenden der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission betraut. Den institutionellen Rahmen der Projektgruppe bilden zwei Gremien: ein \u201eSteuerungsrat\u201c und ein \u201eExpertenrat\u201c. Letzterer war es, der 2010 mit seinen Empfehlungen die konzeptionellen Grundlagen f\u00fcr die deutsch-polnische Schulbuchreihe gelegt hatte.<\/p>\n<p>Die Einzelb\u00e4nde entstehen in enger Zusammenarbeit zwischen den Verlagen, Autoren, wissenschaftlichen Koordinatoren und Experten f\u00fcr bestimmte Epochen aus beiden L\u00e4ndern. Die fertigen Kapitel spiegeln das Ergebnis eines langen Prozesses der Diskussion dar\u00fcber wider, wie eine Perspektive in einem Schulbuch zur Geltung gebracht werden kann, die f\u00fcr unterschiedliche Sichtweisen, Interpretationen und geschichtsdidaktische Zugriffe bei der Darstellung der Vergangenheit sensibilisiert. Unterst\u00fctzt durch eine Vielzahl von Ma\u00dfnahmen wie Lehrerfortbildungen soll die Lehrwerkreihe nunmehr breit in die Schulpraxis beider L\u00e4nder implementiert werden.<\/p>\n<p>Das Projekt eines gemeinsamen Geschichtsbuchs profitiert in hohem Ma\u00dfe von den Erfahrungen der seit 1972 arbeitenden deutsch-polnischen Schulbuchkommission, die vom Georg-Eckert-Institut \u2013 Leibniz-Institut f\u00fcr internationale Schulbuchforschung koordiniert wird. Sie gab bereits 1976 mit ihren \u201eEmpfehlungen\u201c einen wichtigen Impuls f\u00fcr den Geschichtsunterricht und die Schulb\u00fccher beider L\u00e4nder. Im Juni 2017 wurde die Kommission f\u00fcr ihre Arbeit mit dem Viadrina-Preis ausgezeichnet.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PRESSEMITTEILUNG DES GEORG-ECKERT-INSTITUTS ANL\u00c4SSLICH DER PR\u00c4SENTATION VON BAND II Am 20. November stellten die Ministerin f\u00fcr Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg Britta Ernst und die polnische Ministerin f\u00fcr Nationale Bildung Anna Zalewska am Sitz der Stiftung Kreisau f\u00fcr Europ\u00e4ische Verst\u00e4ndigung den zweiten Band des gemeinsamen Geschichtsbuchs \u201eEuropa \u2013 Unsere Geschichte\u201c vor. 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